Goethe on illusions, 1

Often in the course of life, when we’re
feeling completely secure in the way it unfolds,
we suddenly notice that we are caught in an error,
that we have let ourselves be taken in by persons,
by things, having dreamed up a relationship to
them that disappears immediately before the
awakened eye; and yet we cannot tear free,
a power grips us that seems incomprehensible to us.

Gar oft im Laufe des Lebens, mitten in der größten
Sicherheit des Wandels bemerken wir auf einmal,
daß wir in einem Irrtum befangen sind, daß wir
uns für Personen, für Gegenstände einnehmen ließen,
ein Verhältnis zu ihnen erträumten, das dem erwachten
Auge sogleich verschwindet; und doch können wir
uns nicht losreißen, eine Macht hält uns fest, die uns
unbegreiflich scheint.

-Maxims and reflections, No. 67 (part 1)
Translation by Goethe Global.

No. 3188

Goethe on knowledge, 1

O happy he, who still renews
The hope, from Error’s deeps to rise forever!
That which one does not know, one needs to use;
And what one knows, one uses never.chen.

0 glücklich, wer noch hoffen kann,
Aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen!
Was man nicht weiß, das eben brauchte man,
Und was man weiß, kann man nicht brauchen.

-Faust, verse 1064
Translation by Bayard Taylor.

No. 4871